Erinnern Sie sich an Lena Vogelei? Die junge Frau hat in Köln mit einem Budget für Ausbildung die Fachpraktikerausbildung „Helferin im Gastgewerbe“ begonnen – und nun ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.
Damit ist ein weiterer großer Meilenstein in Lenas beruflicher Laufbahn geschafft. Es war ein Weg mit vielen Höhen und Tiefen. „Manchmal muss man durch viele Täler gehen, um einen großen Berg zu erklimmen“, hat Lena erfahren. Nun wirkt sich der berufliche Erfolg auch positiv auf ihr Privatleben aus. Die Ausbildung hat ihr in die Selbstständigkeit geholfen, sie ist umgezogen und kann mit dem Erlernten nun ihren eigenen Haushalt managen.
Lena hat die zweijährige Fachpraktikerausbildung „Helferin im Gastgewerbe“ absolviert, in Teilzeit, wodurch sich die Ausbildungszeit um ein halbes Jahr verlängerte. Ein Arbeitstag dauerte bei ihr sechs Stunden anstatt acht: „Mit sechs Stunden habe ich einen guten Mittelweg gefunden, ich schaffe es aber auch nicht immer in den sechs Stunden voll konzentriert zu sein.“ Lenas Rat an alle, denen es ähnlich geht, lautet: „Mach in der Mittagspause nach dem Essen einen kurzen Spaziergang, so beugst du dem Mittagstief vor.“
Gut vorbereitet in die Abschlussprüfung
Lena möchte mit der Schilderung ihres Weges Mut machen. „Auch wenn fast keiner an dich glaubt, hör nicht auf, an dich selbst zu glauben.“ Der Erfolg gibt ihr Recht – schließlich hat sie nun ihren Abschluss in der Tasche. Auf die Abschlussprüfung hat sie sich gut vorbereitet und auch ihre Ressourcen hat die Fachkraft gut im Blick. „In der praktischen Prüfung war ich bei der ersten Aufgabe etwas nervös, danach wurde es aber immer weniger“, berichtet sie.
Geholfen hat, dass sie im Vorfeld im Betrieb die praktischen Aufgaben hat üben können und beim Lernen der Theorie Unterstützung von ihrer Ausbilderin erhalten hat. „Es macht mehr Spaß mit jemanden zusammen zu lernen“, ist Lenas klare Empfehlung, auch Lerngruppen mit Mitschülern können weiterhelfen. Außerdem rät sie, vor der Prüfung bei der zuständigen Kammer einen Nachteilsausgleich zu beantragen. Mit einem solchen Ausgleich können bestimmte Regelungen für die Prüfung erlassen werden, aber auch Zeitverlängerungen, Gebärdensprachdolmetscher oder technische Hilfsmittel, die behinderungsbedingt erforderlich sind, können beantragt werden.
Mit dem Ergebnis der Ausbildung sind sowohl Lena als auch ihr Betrieb sehr zufrieden. Das zeigt die Weiterbeschäftigung im Inklusionscafé „Wo ist Tom“ ganz eindeutig. An die mit dem Budget für Ausbildung geförderte Ausbildung schließt sich jetzt ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit dem Budget für Arbeit an.
Ihr Weg führte Lena Vogelei also aus der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. „Gib nicht auf, auch wenn es mit Kämpfen verbunden ist“, hat sie verinnerlicht. Lena weiß, dass sie mit ihrem Abschluss ihre Chancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nachhaltig verbessert. Wir wünschen Lena alles Gute für ihren weiteren beruflichen Weg!



